Wikinger Geschichte

 Wikinger Geschichte

Fachstudentische Burschenschaft Wiking, gegründet am 22.11.1922

1910 Wurde in Mödling am “Franzisco- Josephinum” ( “Landwirtschaftlich- Technische Mittelschule”) die pennal-deutsche conservative B! GER gegründet. Ihre Farben waren Weiß-Grün-Gold auf Rot.

1921  Durch ein Intrigenspiel eines Alten Herrn der GER, der gleichzeitig Professor an der Schule war, wurde die GER 1921 in eine Guttempler-Loge umgewandelt. Stiller Edgar und Spielfeld, beide geburschte Gerianer, waren jedoch bestrebt, eine nationale Korperation in Mödling aufzubauen.

1922 Vorerst aber schlossen sie sich mit anderen Gleichgesinnten zu einer losen, lebenslustigen Gemeinschaft, der SULFURIA, zusammen. Weiters spielte auch Stillers Bekanntenkreis eine große Rolle. Als Sohn eines evangelischen Pastors stand er dem Evangelischen Frauenverein sehr nahe. Aus beiden vorgenannten Vereinen entstand der EVANGELISCHE TREUE-BUND. So wird also die GER als die Stammkorporation und die SULFURIA und der EVANGELISCHE TREUEBUND als weitere Gründungsvereine angesehen.

Im März 1922 fanden am Eichkogel in der Villa Seidl die ersten ernsteren Treffen zwecks einer Korporationsgründung statt. Im August setzt sich der erste BC zusammen und beschließt, den VEREIN DEUTSCHER FACHSTUDENTEN WIKING zu gründen. Als Farben werden Gold-Grün-Weiß auf Rot, rote Mütze, gewählt. Als Gründungsburschen gelten Stiller, Spielfeld und Schubert Emanuel. Als Gründungsfuchsen melden sich Schwarzrock, Bradi, Rutting, Ulrich, Wildner H. und Schubert F.

Am 1. 9. 1922 findet im Saal des Evangelischen Frauenvereines unter tatkräftiger Mitwirkung des Treuebundes bei Apfelmost das l. Stiftungsfest statt. Bei diesem von 30 Personen besuchten Fest konnte der anwesende Oberlandesgerichtsrat Dr. Walters sen. (gest. 1944) als erster AH der Verbindung gewonnen werden.

Mitte September 1922 wurden die ersten Aktiven (Wildner und Schubert F.) ausgeschlossen. Diese gründeten die Verbindung SULFURIA – GERMANIA mit denselben Farben wie denen der WIKING. Sie wurde von der WIKING nie anerkannt, konnte aber noch bis 1953 neben den fünf anderen Mödlinger K!K! existieren. Dies war auch der Grund, warum die WIKING ihrerseits die Farben änderte.

1923 Im März, nach der Fusionierung mit der p.B! TEUTONIA zu Laxenburg, wird der Name in Verband deutscher Fachstudenten WIKING umbenannt. Farbenänderung auf Schwarz-(Taubengrau)-Blau-Gold auf Weiß, weiße Mütze. Außerdem wird beschlossen, das Jahr 1922 als zweisemestrig zu zählen.

Durch ein Überrumpelungsmanöver gelingt es den AHAH der Mödlinger d.techn.V! RHÄTOGERMANIA am 4. 9. 1923, die Fusion mit der WIKING mit der Auflösung der WIKING durchzuführen. (Dr. Willigens und Ing. Novak). Nachdem ein Anschluß an das Mödlinger Burschenschafterkartell nur kurz gegeben war (Deutsche Tafelrunde, B! Cheruskia, B! Hohenstaufia), trat man auf Grund der Ereignisse mit der RHÄTOGERMANIA auch aus dem Fachstudentenbund aus.

1924 Im April beschließt ein BC treuer Wikinger, unter dem Vorsitz des Aktiven-Sprechers Schwarzrock, die Trennung von der RHÄTOGERMANIA und den Eintritt in den Bund der Vereine (BdV), einer Vereinigung konservativer Fachstudentenschaften.

Anfang 1925 beschließt auch ein ordentlicher Generalconvent die Trennung von der RHÄTOGERMANIA. Die Spannungen mit den Mödlinger K!K!, insbesondere mit dem ak.C! GOTHIA, werden immer größer. Die Keiltätigkeit wird verhindert, dennoch ist die WIKING gesellschaftlich sehr angesehen, korporativ verflacht aber der Einfluß. Ein Teil der Aktivitas wird entlassen. Die ständig kleine Aktivitas sieht sich über Jahre in ständigen finanziellen Schwierigkeiten und ist den permanenten Reibereien mit den Mödlinger K!K!, die fast bis zu Tätlichkeiten führen, ausgesetzt.

Im WS 1927/28 kommt es dann zu einem Säbelduell, laut Bolgar bis zur Kampfunfähigkeit, zwischen den Fechtwarten der TAFELRUNDE und der WIKING. Der FW der WIKING führt auf dem Paukboden der d.p.B! TUROLDIA in Wien ab. Ab diesem Zeitpunkt wird die WIKING in weiten Kreisen voll anerkannt.

1928 erfolgt durch Austragung von sechs anerkannten fliegenden Säbelpartien (scharf) die Aufnahme in den Wiener Waffenring. Die Mitglieder Herlitschka und Moser werden zu Ehrenburschen ernannt.

1929 Im Oktober feiert die WIKING unter Beteiligung von 300 Personen im Mödlinger Brauhof ihr Stiftungsfest mit der Aufführung einer selbstgetexteten und vertonten Bieroper – Faust.

1930 erwirkt AH Dr. Walters bei der NÖ– Landesregierung das Recht, ein Vierfarbenband (Weiß-Schwarz-Blau-Gold) öffentlich zu tragen. 1931 erst wird der Bescheid erteilt. Dennoch werden die WIKINGER von den Mödlinger K!K! weiterhin bei öffentlichem Farbentragen angezeigt.

1932 werden wegen Aktivenmangels die ersten AHAH wieder zu Aktivenchargen ernannt. Am 23. 6. 1933 werden alle Studentenverbindungen verboten. Der Aktivenbetrieb geht aber ohne schriftliche Aufzeichnungen im Geheimen weiter.

1939 Die WIKING existiert unter mehrmaligem Einstellen und Wiedereröffnen des Betriebes. Viele national gesinnte Studenten schließen sich dem illegalen NS-Regime an und die Aktivenzahl nimmt weiter ab.

1938 Trotz Hitlers Verbot von Studentenverbindungen schließt AHx Stiller erst zu Beginn 1939 den Aktivenbetrieb.

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1946 Zwar wurde schon 1946 zwischen den einzelnen überlebenden Wikingern Kontakt aufgenommen, doch hinderte die russische Besatzungsmacht in Mödling engere Beziehungen. In weiterer Folge kam es dann, in den von den westlichen Alliierten besetzten Wiener Bezirken, zu losen Zusammenkünften einiger AHAH.

1949 Im Juli beschlossen die AH Schubert Fritz und Emil, Herlitschka und Niesner, die WIKING wieder ins Leben zu rufen, zuvor jedoch nur als Altherrenschaft. Lose Stiftungskneipen kennzeichnen den weiteren Verlauf.

1952 Am 22. 10.  wird zum 30. Stiftungsfest die offizielle Wiedergründung mit dem Dreifarbenband bekannt gegeben. Weiters wurde der Korporationsname mit Österreichische Fachstudentenschaft Wiking bekannt gegeben. Reger Konventsbetrieb und die Aufnahme des Paukens (deutsch-tief) kennzeichnen die weiteren Semester.

1954 Durch rege Besuchertätigkeit bei anderen Wiener pennalen K!K! kommt es 1954 zu einem Freundschaftskartell mit dem Wiener p.C! WÖLSUNG, welches aber 1956 durch deren Aktivensistierung endet. AH Schmied v. Teja ficht 1953 die erste Nachkriegsmensur gegen das p.C! MARKO-AMELUNGIA.
Ein Ansuchen um Aufnahme in den CDC – Conservativer Delegierten Convent wurde im selben Jahr durch ehemalige Wikinger, die der ak.B! LANGOBARDIA beitreten, verhindert. Bei AH EB Herlitschka wird die Bude im Keller ausgebaut und ein reger Aktivenbetrieb mit neuen Fuchsen stimuliert auch die AHAH.

1954 – 1955 begibt sich die WIKING in den Österreichischen Pennälerring (ÖPR).

1954 Im September nehmen die ersten Nachkriegsaktiven den Aktivenbetrieb auf (Wagner H-, Watzka, Kusatz K., Hagen F., Tasti, Frank, Koller und Schützenberger O.).

Im September 1955 genehmigt der CDC die Aufnahme als hospitierende K!. Schutzburschenschaft ist die fst. B! MARKOMANNIA zu Wien. Am 22. 10. 1955 kommt es zur Umbenennung in Fachstudentische Burschenschaft Wiking.

 

1956 legt die MARKOMANNIA wegen Mehrfachmitgliedschaften einiger Wikinger die SchutzB! zurück – es übernimmt diese die fst.B! SAXO-FRANKONIA. Im Mai 1956 kommt es beim Stiftungsfest der Alten Brünner B! SUEVIA auf deren Ausklang zum Sängerwettstreit bei der Walhalla-Fahrt, die in weiterer Folge tiefe persönliche Kontakte zwischen den einzelnen Mitgliedern schafft.

1958 Bis 1958 erfolgt ein sehr reger Aktivenbetrieb. 1957 geht iaB Watzka, 1958 Libal und 1959 Janschek und Hiedler nach Leoben an die montanistische Hochschule. Sie werden Verkehrsgäste mit Waffenschutz beim ak.C! MONTANIA zu Leoben. Im WS 1959/60 wird unserem iaB Wagner H. wegen reger Mitarbeit in Graz das Ehrenband der b.V! GERMANIA verliehen.

1960 Im Mai kommt es beim Stiftungsfest der SUEVIA in Coburg zur Gründung des GRENZLANDKARTELLS und zur Namensänderung auf Burschenschaft WIKING. Die in Graz studierenden Bundesbrüder Wagner H. und Rothuber übernehmen 1961 die Chargen des Sprechers und des Fuchsmajors bei der b.V! GERMANIA, die im Oktober noch durch den iaB Brunner verstärkt wird.

Der Leobner BC nimmt mit Nossler den ersten Fuchsen in die Zweitaktivitas auf.

1961 Die in Leoben studierenden Bundesbrüder erhalten BC-Gewalt. Die WIKING tritt mit der GOTHIA und der MARKOMANNIA aus dem CDC aus und es wird der Salzburger Delegierten Convent gegründet. In Leoben folgen die nächsten Fuchsen (Zoll und Schroll). Die MONTANIA kündigt den Waffenschutz. In Mödling herrscht reger interner Hader, der zu zahlreichen Rausschmissen aus dem Bund führt.

1963 Am 28. 6. wird die V! WIKING zu Leoben gegründet, wobei im Oktober alle Mödlinger Wikinger von Leoben, auf Grund der Bestimmungen der DBÖ, ihren ehrenvollen Aussprung erhalten. Interne Zwistigkeiten führen bis 1964 zu weiteren Eliminierungen der Mitgliedern und zu einem Verflachen des Aktivenbetriebes, der sich erst 1965 wieder erholt. Bis 1968 folgt dann eine starke Aktivitas, die dann aber in weiterer Folge stark abbaut, sodaß es 1970 zur Sistierung derselben kommt. Eine große Rolle dabei spielt die familiäre Trennung unseres Budenherrn AHEB Herlitschka und das feuerpolizeiliche Verbot die Bude zu beheizen. Ohne Konstante war aber ein Aktivenbetrieb nicht möglich.

1971 Ein zaghafter Aktivenbetrieb mit x  Schüpferling und Fx Wolf beginnt. Im Juni beschließt ein aoGC den Ausbau und teilweisen Kauf einer neuen Bude im Keller des Herzoghofes.

Im Juni 1972 wird die WIKING Leoben eine akademische Burschenschaft und im Oktober feiert die Mödlinger WIKING das 50. Stiftungsfest mit stattlicher Fuchsenanzahl auf der neuen Bude, Freiheitsplatz 7. Der SDC, zu diesem Zeitpunkt aktivenmäßig kaum existent, deckt die Mensurbelange nicht mehr und die WIKING weicht auf die pennalen K!K! in der Nähe aus, die wenigstens deutsch-hoch, aber mit Maske fechten.

1976 sistiert die Aktivitas der akad.B! WIKING.

1978 Am 23. 6. beschließt ein GC der ak.B! WIKING die Fusionierung bzw. Auflösung in die akad.B! CRUXIA zu Leoben – nach 15 Jahren offiziellem, effektiv aber 20-jährigem Bestehen.

1981 konstituiert sich, nach fast einem Jahrzehnt der Untätigkeit, der SDC, wobei sich zur Zeit nur die fst.B! GOTHIA und die B! WIKING aktiv melden können. Es beginnen regelmäßige Grundsatzgespräche – die späteren “Kufsteiner Gespräche” – zur ideologischen Standortbestimmung, Interessensabstimmung und Erarbeitung zukünftiger Tätigkeiten. Trotzdem sind die folgenden Jahre von persönlichen Zerwürfnissen und Orientierungslosigkeit geprägt. Eine hohe Fluktuation innerhalb der Aktivitas ist die Folge. Eine neue Aufgabe wird gesucht.
1989 mietet die Wiking das ehemalige Gasthaus “in der Klausen” , Brühlerstraße 48, und beginnt den Betrieb eines Studentenwohnheimes. Das Haus ist den Wikingern als seinerzeitiges Stammlokal in vielfätiger Erinnerung. Gleichzeitig wird von Alten Herren und Freunden der Wiking der “Unterstützungsverein Ferdinand Watzka” gegründet.

1994 erwirbt dieser UVW “das Haus”, zugleich kommt der Aktivenbetrieb wegen Personalmangels fast zum Erliegen.

1996 Eine neue, junge Generation von Aktiven kann gewonnen werden und vertritt gebührend die Wiking nach Innen und Außen. Es folgen harmonische “aktive” Jahre, zahlreiche Bestimmungsmensuren, Kneipen und Feste.

2001 wird das Haus an externe Betreiber verpachtet. Durch einen Brand in der Tiefgarage, wurde die Bude stark in Mitleidenschaft gezogen. Als Ausweichlokal dient der Dachboden von AH Wagner im Herzoghof.

2002 findet das 80. Stiftungsfest im neu renoviertem Gewerbesaal in Mödling statt. Zugleich ist es das Jahr der großen Verluste. Die tragenden Alten Herren EB Josef  “Pepi” Wagner v. Harald und EB Walter Wolf v. Ragnar sterben unerwartet und hinterlassen in organisatorischer und ideeller Weise eine große Lücke. AH Wolf wird posthum zum Ehrenburschen ernannt. Nach dem Brand in der benachbarten Tiefgarage wird die Bude totalsaniert.

2003 Starke Aktivitas mit teilweise mehr als 10 Aktiven.  Es gibt viele Veranstaltungen, Budenfeste und Kneipen. Die Wiking wird zur Vorsitzenden des CDC gewählt.  1. Hatz seit vielen Jahren.

2004 Zahlreiche Aktive beziehen das Wikingerhauses. Wiedereröffnung des Gastbetriebes in der „Klausen“. Weiterhin starke Aktivitas mit hohem Ansehen bei vielen Bünden.

2007 Etwas kleinerer Aktivbetrieb. 85. Stiftungsfest der Burschenschaft Wiking im Rot- Kreuz -Saal in Mödling.

2008 Nach unüberbrückbaren Meinungsverschiedenheiten tritt die Wiking aus dem CDC aus und ist verbandslos. Kleine Aktivitas, jedoch ständiger Aktivbetrieb auf der Bude.

2011 Mit einem gut bestückten Fuchsenstall wird das 100. Stiftungsfest der ABB! Suevia besucht. Im Herbst fand eine große Couleurfahrt nach Brünn statt .

2012 Die Wikingerbude am Freiheitsplatz wird dem Vermieter abgekauft. Eine neue Heimseite wird errichtet. Die Vorbereitungen auf  das 90. Stiftungsfest laufen auf Hochtouren.

2013 Die kleine Aktivitas der Wiking verlegt ihren Hauptsitz von der Bude aufs Wikingerhaus. Die alte Wirtstube wird ausgemalt und saniert. Ziel ist es, ein würdiges Couleurhaus zu errichten, das den Ansprüchen der Burschenschaft genügt und als einziger Treffpunkt der Bundesbrüder dient.